| Tiefe: |
11-30 m |
| Fahrzeit: |
150 Min |
| Das Wrack des griechischen Tankers SS Atlas liegt direkt am Saumriff, so dass man hier wegen der starken Brandung nur selten tauchen kann, da es kaum eine Möglichkeit gibt festzumachen. Erstaunlicherweise findet sich hier nur die Hecksektion, der vordere Teil des Schiffs fehlt gänzlich. Doch die Historie erklärt den Zustand des Wracks. 1909 vom Stapel gelaufen, wurde der beladene Tanker auf seinem Weg vom iranischen Abadan (Schatt el-Arab) nach Suez am 7. September 1940 von dem italienischen U-Boot Guglielmotti vor der jemenitischen Küste torpediert. Der Schaden war kalkulierbar und ein großer Teil des Schiffs noch schwimmfähig, so dass es Sinn machte, ihm einen neuen Bug zu geben. Dieses war in Kriegszeiten mit akutem Rohstoffmangel durchaus üblich, vor allem, wenn die wichtigsten und teuersten Einrichtungen unbeschädigt waren. Es ist anzunehmen, dass man die Überreste der SS Atlas auf den Haken nahm, um sie in einer ägyptischen Werft wieder zu einem neuen Schiff zu ergänzen. Bei dieser Überfahrt muss es in Höhe von Ras Banas zu Problemen gekommen sein; vermutlich riss die Schlepptrosse oder der Havarist geriet in schwere See, trieb ab und versank vor Marsa Sataya. Die Überreste überzeugen Taucher durch viel Bewuchs und einem großen Fischreichtum, auch wenn die Sicht am Saumriff meist nicht die Beste ist. |